Gravedona ist ein Ort mit bewegter Geschichte, gekennzeichnet durch eine starke verwaltungs –massige Unabhängigkeit und ausgeprägte Religiösität.
Die Kirche Santa Maria del Tiglio aus dem 15. Jahrhundert ist einer der markantesten Bauten des gesamten Bereichs. Auf einer Wiese am See in romanischem Stil erbaut, präsentiert die Kirche einen außergewöhnlichen Glockenturm, der in die Fassade einbezogen ist. Im Innern fällt ein großes Kruzifix aus hellem Holz freihängend in der Apsis auf.
Weitere bemerkenswerte Gotteshäuser sind: San Vincenzo, deren antike Krypta um das Jahr 1000 entstand, von der es jedoch schon zwei Eintragungen des sechsten Jahrhunderts gibt, sie bewahrt im Innern ein erlesenes goldenes Kreuz.; in einer den See dominierenden Position liegt die Kirche Santa Maria delle Grazie, deren Innenraum reich mit Fresken der lombardischen Renaissance-Schule verziert war, leider sind diese heute fast verschwunden; nicht zuletzt die romanische Kirche der heiligen Gusmeo und Matteo inmitten eines herrlichen Parks, mit charakteristischen Dekorationen in ihrem Innern und einer wundervollen Fresko-Malerei des Fiamminghino.
In einem einsameren Teil des Ortes erhebt sich der mächtige Palazzo Gallio, mit seinen vier Türmen unverwechselbar, bestimmt er das Uferpanorama. 1580 für den Kardinal Tolomeo Gallio erbaut verfügt der Palazzo über einen quadratischen Grundriss und einen in Terrassen angelegten Garten.
In der Umgebung lohnt das Dorf Dongo einen Besuch, hier wurde Mussolini gefasst, mit einigen interessanten Kapellen und Kirchen, des Weiteren die alten Dörfer Plegio und Livo die Ausgangspunkt für eine Tour auf den Monte Duria (2264 m) sind.
Andere mögliche Abstecher führen in das Valle del torrente Liro (Wildbach Liro) und das Valle di Livo, reizvoll wegen der schönen Aussichten und unter naturalistischem Aspekt im Allgemeinen, mit bezaubernden, ländlichen Strukturen.